In der Vorbergzone vom Schönberg, über Lipburger- und Eggenertal bis zum Tüllinger Berg und vereinzelt in der Rheinebene stehen schöne, aber überalterte Streuobstbestände. Diese sind Biotope höchster Artenvielfalt und bieten neben Vögeln und Fledermäusen auch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Die alten Streuobstbäume haben oft zu viele Äste, weil sie lange nicht geschnitten wurden. Bei einem Jahr mit hohem Fruchtbesatz, schneereichem Winter oder Sturm können diese auseinanderbrechen. Hier kann ein naturschutzorientierter Pflegeschnitt die Statik des Baumes wiederherstellen und das Leben um ca. zehn Jahre verlängern. MOBIL hat in Kooperation mit den Obstbauberatern der Landkreise Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald und dem Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden- Württemberg e. V. 50 Fachwarte für Obst und Garten mit einem fachlichen Schwerpunkt Streuobst ausgebildet. Weitere Kurse finden statt. Die ausgebildeten Fachwarte bilden sich in der Fachwartvereinigung Markgräflerland e. V. fort und starten gemeinsame Aktionen, wie z. B. die Anlage eines Lehrgartens in Buggingen: www.fachwarte-markgraeflerland.de (Bild: © Breisinger)

 


 

Der Partner NABU-Landesverband mit seinen lokalen Untergliederungen, bringt zwei Manager zur Optimierung der Lebensbedingungen für wertgebende Vogelarten und Fledermäuse in das Modellprojekt ein. Ehrenamtliche werden im Nistkastenbau und in der Betreuung von Streuobstbeständen qualifiziert. Eine Aktion ist die Umwandlung eines ausgedienten Trafoturms in Buggingen in einen „Ökoturm“. Die Gemeinde Buggingen und der NABU haben Wohnmöglichkeiten für bedrohte Tierarten wie Turmfalke, Schleiereule, Fledermäuse und Wildbienen installiert. Flächen und Paten gesucht Steinkauz und Wiedehopf sind Zielarten, deren Ausbreitung gefördert wird. Sie stehen stellvertretend für eine Vielzahl von Lebewesen. Dazu werden weitere Flächen im Weinberg, auf Streuobstwiesen, Viehweiden oder Gerätehäuschen gesucht, auf oder in denen Nisthilfen angebracht werden können. Für diese Flächen suchen wir noch weitere Paten, die das Biotop kontrollieren, Nistkästen anbringen und säubern sowie den Kontakt zu Pächtern und Besitzern halten. Lernen Sie Naturschätze intensiv kennen. 

Kontakt: Lilly Nockemann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Bilder: © Nill, © Hercher, © Gove)

 


 

Aufgrund seiner vielfältigen Landschaft und der weitgehend extensiven Nutzung sind große Bereiche des Tüllinger Berges als Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat (FFH) - Gebiet ausgewiesen. Nur unter Einbezug lokaler Akteure, die den Tüllinger Berg auf vielfältige Weise nutzen, ist die Erhaltung dieses einzigarten Lebensraums langfristig realisierbar. 
Am Tüllinger Berg koordiniert das Trinationale Umweltzentrum e.V. (TRUZ) die Maßnahmen zur Erhaltung und Optimierung der Lebensräume seltener Vogelarten wie dem Wendehals, Grauspecht und Mittelspecht, die auf altholz- und strukturreiche Streuobstwiesen angewiesen sind. Weitere Zielarten des Projektes sind die Zaunammer und der Neuntöter. Durchwachsene Gebüsche aus wenigen Gehölzarten werden z. B. in blühende Wiesen umgewandelt. Besitzen oder pflegen Sie Streuobstwiesen am Tüllinger Berg? Haben oder kennen Sie Flächen, die nicht mehr bewirtschaftet werden können, wo die Streuobstbäume vom Zerfall bedroht sind? Das Trinationale Umweltzentrum e. V. (TRUZ) berät Sie zu Fördermöglichkeiten, Qualifizierungsangeboten und Baumschnittkursen und kann die Pflege von Streuobstwiesen übernehmen oder vermitteln. (Bild: © Mayer)