Rückblick - Armin Schuster besucht MOBIL-Projekt 05.08.2019


Rückblick - Nistenkastenbau am 23.02.2019

Streuobstwiesen sind die artenreichsten Lebensräume in unserer Kulturlandschaft. Es gibt sie in allen Altersstufen und in vielfältiger Bewirtschaftungs-
form. Das Wechselspiel von Baumbestand, offenem Boden und Wiesenflächen bietet Brut- und Nahrungsflächen für seltene und spezialisierte Arten.

Am Samstag, den 23.02.2019 fanden sich 30 Teilnehmer in Dottingen zusammen, um eifrig und mit viel Spaß für Wiedehopf, Wendehals und
Fledermaus Nistkästen zu bauen. Unterstützt wurden Sie dabei durch die Zimmerrei Ehrenbieth.

 

 


Rückblick - Fachtagung MOBIL 

Ein Höhepunkt war die Fachtagung von MOBIL am 22.11.2018 Stadthaus Neuenburg am Rhein, die wir in Kooperation mit dem Regionalverband Südlicher Oberrhein veranstaltet haben. Viele Partner haben sich in die Veranstaltung eingebracht. 96 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung. Das Programm beleuchtete verschiedene Einzelaspekte der naturschutzfachlichen Aufwertungsmaßnahmen zum Biotopverbund in der Agrarlandschaft.

Blühstreifen und ihre Wirkung für Wildbienen und Tagfalter in der Oberrheinebene, Dr. Sonja Pfistner - Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB)

Förderung von Kiebitzen in der Agrarlandschaft – Gelegeschutz ist nicht alles, Malte Bickel  - Regierungspräsidium Freiburg, Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege

Die Hope Farm: Artenschutz auf einem konventionellen Betrieb in Cambridgeshire, Dipl.-Biol. Markus Mayer  - Büro für Landschaftskonzepte

Rechtliche Rahmenbedingungen für die produktintegrierte Kompensation (PIK), Katharina Buchmaier  - Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Wie schaffe und erhalte ich einen naturschutzfachlich bedeutsamen Streuobstbestand? Naturgemäße Baumerziehung in Abhängigkeit von Alter und Pflegeziel, Dipl. – Ing. Klaus Nasilowski - Kreisobstberater des Landkreises Lörrach

Trüffelbiotope – Inwertsetzung des Biotopverbundes für waldgebundene Arten, Christoph Mozer - Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt

Bis auf den letzten Vortrag, bei dem Datenschutzgründe dagegen sprachen, wurden diese an die Teilnehmenden ausgesandt.


 Rückblick - Ausstellung in Chalampé und Märkt

 

Für große und kleine Natur- und Pflanzenliebhaber fand Mitte September, rund um die Mehrzweckhalle in Chalampé, die 16. Ausgabe der deutsch-französischen Ausstellung, organisiert von den Gemeinden Chalampé und Neuenburg am Rhein, mit angeschlossenem Bauernmarkt statt. In diesem Jahr stand die heimische Vogelwelt im Vordergrund der Aus-stellung. Ziel war es, den Besuchern viele nützliche Tipps zu gegeben, wie jeder von uns einen Beitrag zum Schutz der Vogelwelt leisten kann. Dabei konnte die NABU-Gruppe mit ihrem Stand und einem neu kreierten Roll-Up auf die Möglichkeit einer Patenschaft hinweisen. Gesucht sind Naturschutz- und Ökologie-Interessierte, die sich um die Betreuung und Erhaltung ökologisch bedeutsamer Flächen kümmern möchten.

Ende September lud die Streuobstinitiative im Landkreis Lörrach zum Streuobsttag nach Weil am Rhein-Märkt ein. Besitzern von Streuobstwiesen und allen Interessierten sollte die Gelegenheit geboten werden, sich kennen zu lernen und zu informieren. Neben unserem sehr gut besuchten Infostand gehörten zum Programm Fachvorträge über das Modellprojekt Biotopverbund Markgräflerland (MOBIL) und die Artenvielfalt am Tüllinger Berg, über Hummeln in den Obstwiesen, den Schnitt großkroniger Obstbäume und die Ausbildung zum LOGL-Geprüften Obst- und Gartenfachwart. Zwei Sortenexperten für Äpfel und Birnen zeigten eine große Sortenschau und bestimmen auf Wunsch mitgebrachte Äpfel und Birnen der Besucher.

 


Rückblick - 5. Regiobaumtag

Flyer


Rückblick - Streuobsttag 2018

 Wie oben von Herrn Hercher bereits berichtet, war am Sonntag dem 30.11.2018 der Streu-obsttag in Märkt bei Weil am Rhein. Der Streuobsttag wurde vom Partner TRUZ organisiert und veranstaltet. Das TRUZ kartiert die Streuobstbestände des Tüllinger Berges und setzt dort Maßnahmen zur Erhaltung des Streuobstbestandes um.

Wir haben unter anderem für den Streuobsttag aus den Inhalten des neuen Faltblattes eine Fachausstellung in Form von elf Roll-Ups erstellt.

Über 350 Besucher haben die Ausstellung den Tag über besucht, unter Ihnen auch viele Kinder. Wie Sie auf dem Bild beispielhaft sehen können, wurden die Informationen aufmerksam gelesen, die Meisten haben sich ein Faltblatt mitgenommen und einige haben sehr interessierte Fragen gestellt.

Die Präsenz des MOBIL-Projektes in der Öffentlichkeit konnte durch die direkt am Eingang platzierten Roll-Ups, als auch durch den Fachvortrag von Christoph Mozer (Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt) erhöht werden.


 

Rückblick - Nistkastenbau 2018

Ende Januar 2018 wurden Naturschutzfreunde nach Hügelheim eingeladen, um dort je 20 Nisthilfen für Steinkauz und Wiedehopf unter Anleitung herzustellen. In den Räumen der Demeter Gärtnerrei Piluweri trafen sich über 30 Interessierte, um künstliche Nisthilfen für bedrohte Vogelarten zu bauen. Zu Beginn begrüßten Uwe Prietzel, Geschäftsführer der NABU Baden-Württemberg, sowie Dr. Bernd-Jürgen Seitz, Referatsleiter Naturschutz und Landschaftspflege im Regierungspräsidium, die Gäste. Im Anschluss informierte Christoph Hercher mit einem Vortrag über Lebensraum, Gefährdungsursachen und Schutzmöglichkeiten von Steinkauz und Wiedehopf. Ergänzend dazu erläuterte Markus Mayer, Projektmanager vom Büro für Landschaftskonzepte, anhand eines dreidimensionalen Landschaftsmodells sehr eindrücklich das Projekt MOBIL: Dann ging es los. In der Halle von Piluweri waren die Bausätze mit den entsprechenden Utensilien zum Bohren, Schrauben und Hämmern vorbereitet. Die Wiedehopfkästen waren schnell zusammengebaut, die Steinkauzröhren erforderten ertwas mehr Geschick Nach knapp drei Stunden waren dann alle Nisthilfen fertiggestellt. Ziel war es nun, die gebauten Nistkästen denjenigen mitzugeben, die geeignete Standorte für das Aufhängen der Nisthilfen besitze. So konnten von den meisten Teilnehmern die Adresse notiert und sogleich ein Termin zum Anbringen ausgemacht werden. In den darauffolgenden Wochen wurden zusammen mit Christoph Hercher die Röhren und Kästen in der Region, vorzugsweise auf Streuobstflächen, angebacht. Nach den erfolgten Kontrollen im Sommer, kann in 2018 leider kein Bruterfolg in den neu geschaffenen Nisthilfen vermeldet werden. Gleichwohl, wird auch in 2019 eine solche Bauaktion gestartet, um Steinkauz und Co. weitere Brutmöglichkeiten im Markgräflerland bieten zu können.


 

Rückblick - Ausbildung zum LOGL-geprüften Fachwart für Obst und Garten

Wie das Regierungspräsidium (RP) mitteilte, konnte erstmals auch in den Landkreisen Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald die Ausbildung zum LOGL-geprüften Fachwart für Obst und Garten absolviert werden. Ausrichter war das RP im Rahmen des Projektes Modellregion Biotopverbund Markgräflerland (MOBIL) in Zusammenarbeit mit den Landratsämtern Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach, dem Kreisobst- und Gartenbauverband Lörrach, dem Bezirksobst- und Gartenbauverband Müllheim und dem Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL). 

Die vom LOGL anerkannte Ausbildung begann Mitte Januar 2016 und endete im Dezember 2016. Sie umfasste rund 80 Stunden, darunter 40 Stunden Unterricht und 40 Stunden Exkursionen und Praxisübungen. Der Unterrichtsort befand sich im Raum Schliengen. Die Ausbildungszeiten lagen zum größten Teil an Abenden, die praktischen Übungen und Exkursionen an Freitagen oder Samstagen, so dass eine berufsbegleitende Teilnahme möglich war. 

Schwerpunkt der Ausbildung war der Obstbau, insbesondere die Nutzung und Pflege von großkronigen Obstbäumen. Die Themen reichten von der Bodenpflege über den Pflanzenschutz bis zur Veredelung. Von den anderen Gartenthemen wurden Grundlagen vermittelt. Auch der Naturschutz auf gärtnerisch genutzten Flächen und rechtliche Aspekte wurden behandelt. Im praktischen Teil erforderte der Obstbaumschnitt die meiste Zeit. Am Ende der Ausbildung standen eine schriftliche und eine mündliche Prüfung durch eine vom Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) zusammengestellte Prüfungskommission. 

Der Erwerb des Pflanzenschutzsachkundenachweises wurde als Ergänzung im Rahmen der Fachwart-Ausbildung empfohlen. Er war in der Ausbildung nicht enthalten, sondern konnte bei Bedarf beim Landratsamt erworben werden. 

Ziel der Ausbildung war die Befähigung, in den Obst- und Gartenbauverein, Naturschutzverbänden oder im Bildungswesen Kenntnisse zum Obst und Gartenbau weitergeben zu können. Daneben galt der LOGL-geprüfte Fachwart in ganz Baden-Württemberg als anerkannte Befähigung zum qualifizierten Obstbaumschnitt. Naturschutzfachlich qualifizierte Obstbaumpfleger können auch Leistungen im Rahmen von speziellen Naturschutzmaßnahmen erbringen. 

Den detaillierten Ausbildungsplan finden Sie hier. 

Die frisch gebackenen Fachwarte haben im April 2017 die Fachwartvereinigung Markgräflerland e. V. gegründet, welche im LOGL organisiert ist. In den ersten Vorstand wurden Katharina Badot und Andreas Breisinger gewählt, die sich das Amt des 1. Vorsitzenden teilen.

Nähere Informationen zur Fachwartvereinigung Markgräflerland e.V. finden Sie im aktuellen Vereinsflyer

 

 


 

 

Rückblick - Auftaktveranstaltung am 22. Mai 2015

in der Mehrzweckhalle Ötlingen auf dem Tüllinger Berg, Stadt Weil am Rhein

Das Markgräflerland zwischen Schwarzwald und Rhein beherbergt eine große Vielfalt an Lebensräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten, von der „Trockenaue“ mit lichten Wäldern und Magerrasen bis zur Vorbergzone mit ihren bunten (Obst-)Wiesen und Weinbergen. 

Die wertvollen Lebensräume sind vor allem in der Rheinebene durch Siedlungs- und Gewerbeflächen, Verkehrsachsen und intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen getrennt. Diese Trennung hat nachteilige Wirkungen für viele Tier- und Pflanzenarten. So hat zum Beispiel die Wildkatze große Probleme, von der Rheinaue in den Schwarzwald zu kommen. Wenn sie nicht überfahren wird, wie schon häufig geschehen, hat sie noch die ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen zu überwinden. Der landesweite Biotopverbund soll die Landschaft für Tiere und Pflanzen wieder „durchgängiger“ machen, soll ihre ökologischen Wechselbeziehungen bewahren, wiederherstellen und neu entwickeln.Als Modellregion für den landesweiten Biotopverbund wurde im Regierungsbezirk Freiburg das Markgräflerland ausgewählt. Dabei geht es nicht um die Ausweisung neuer Schutzgebiete, sondern um die Erkundung verschiedener Möglichkeiten zu einer freiwilligen Umsetzung, z.B. über Ausgleichs- und Ökokontomaßnahmen. Daher haben zahlreiche Städte und Gemeinden Interesse an diesem Projekt.

Um das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen, fand am Freitag, den 22. Mai 2015 die Auftaktveranstaltung statt. 

Über 80 Akteure und Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil!Nach den Grußworten von Landrätin Marion Dammann, Vertretern der Städte Weil am Rhein und Lörrach sowie des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, stellte Herr Dr. Bernd Seitz das MOBIL Projekt den Akteuren und Interessierten vor.Fragen wie "was steckt hinter dem Landesweiten Biotopverbund?" und "was macht ihn sogar international bedeutsam?" wurden im Laufe der Auftaktveranstaltung beantwortet. Die Teilnehmer konnten durch die verschiedenen Vorträge von Norbert Höll, Dr. Andre Baumann, Dr. Bernd Seitz und Stéphanie Kraft, erfahren, warum wir ein grünes Wegenetz brauchen und wie es geknüpft sein sollte, was die Wildkatze braucht, wo sie vorkommt und wie wir ihr den Weg erleichtern können.Auf dem im Anschluss stattfindenden Infomarkt, konnten die Besucher bei einer leckeren Lammbratwurst oder einem saftigen Stück Apfelkuchen offene Fragen klären und einzelne Aspekte und Maßnahmen des Projektes näher kennen lernen. 

Anschließend begannen bei traumhaften Frühlingswetter die drei Exkursionen zu den Themen „Botanische Wanderung entlang artenreicher Wiesen des Tüllinger Berges“, „Vogelschutz am Tüllinger Berg“ sowie „Lebensraumverbund für Wildkatze & Co vom Schwarzwald in die Trockenaue“. Dabei konnten die Teilnehmer das Projektgebiet genauer erkunden. Abschließend lässt sich sagen, dass die Auftaktveranstaltung für alle Beteiligten ein großer Erfolg war, der die Wichtigkeit des MOBIL Projektes Biotopverbund MarkgräflerLand bestätigt.

Dr. Bernd-Jürgen Seitz
Leiter Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege, Regierungspräsidium Freiburg
(Bildautor: Dr. Bernd-Jürgen Seitz)

 Einige Impressionen der Auftaktveranstaltung finden Sie hier:


DSC04586 DSC04592 DSC04609 DSC04610 DSC04654 DSC04655 DSC04658 DSC04659 DSC04661 DSC04664 DSC04667 DSC04673 DSC04687 DSC04623



Vorträge und Präsentationen

Vorstellung Fachplan landesweiter Biotopverbund 
(Norbert Höll, Leiter Referat 24 Flächenschutz/Fachdienst Naturschutz, LUBW)

Grüne Wege für Mensch und Natur - die Modellregion Biotopverbund MarkgräflerLand (MOBIL)
(Dr. Bernd Jürgen Seitz, Leiter Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege Regierungspräsidium Freiburg)

Die Wildkatze verbindet - Quo vadis im Markgräflerland?
(Stéphanie Kraft, Abt. Wald und Naturschutz Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA))

Diese Vorträge sind ausschließlich für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Vervielfältigung, Weitergabe an Dritte und Veröffentlichungen sind nicht gestattet.


Die offizielle Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg finden Sie hier zum Downloaden.